Veranstaltungsrückblick

3. Januar 2018, Von „Down Under“ zum Magdeburger Dommuseum

Mittlerweile zählt unser Förderverein rund 140 Mitglieder. Und längst nicht alles sind Magdeburger. Etliche Vereinsmitglieder wohnen in den umliegenden Landkreisen. Aber auch in Lübeck, Hamburg und Karlsruhe wohnen Förderer unseres Vereins und des Dommuseums. Doch die definitiv längste Anreise hat unser Mitglied Marianne Gifford. Denn seit 1971 lebt die früherer Buckauerin „Down Under“, in Melbourne / Australien!

Klar, dass da nicht zu jeder Vereinsveranstaltung eine Teilnahme möglich ist. Doch Marianne Gifford ist historisch interessiert, hat ihr Herz an den Dom ihrer Geburtsstadt verloren und als sie vor etwa drei Jahren vom Projekt „Dommuseum“ hörte, war der Mitgliedsantrag im Förderverein Magdeburger Dommuseum schnell ausgefüllt. Per E-Mail und beim Surfen auf unserer Internetseite ist sie trotz der mehr als 16.000 Kilometer Distanz immer „auf dem Laufenden“.

Doch als sich über den Jahreswechsel ihr Besuch in Magdeburg ankündigte, ließen es sich die Vorstandsmitglieder Gabriele Eckert, Rainer Kuhn und Thomas Nawrath nicht nehmen, Marianne Gifford persönlich „Willkommen!“ zu heißen und gemeinsam mit Claudia Hartung im Dom zu fühen, von den archäologischen Ausgrabungen der 2000er Jahre, Projektideen des Fördervereins und dem neuen Museum zu berichten. Statt der geplanten 1-2 Stunden waren es fast drei Stunden, die wir gemeinsam verbringen konnten.


20. Dezember 2017, Informationsabend zum künftigen Dommuseum

Nun steht es fest: Am 3. November 2018 soll „unser“ Dommuseum feierlich eingeweiht werden. Unser Vereinsvorstand hat in den vergangenen Monaten alles in die Wege geleitet, dass weitere Textilien aus dem Grab der Königin Editha fachmännisch restauriert und in einen ausstellungswürdigen Zustand gebracht werden. Neben einem Vor-Ort-Termin in der Werkstatt des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege in Halle, diversen Telefonaten und E-Mails mit den Restauratorinnen gehörten dazu vor allem Gespräche zur Absicherung der Finanzierung von etwa 22.500,- Euro.

Doch wie wird das Museum eigentlich aussehen? Welche Ausstellungsstücke werden die Besucher künftig bewundern können? Und was ist noch zu tun, damit Magdeburger und Gäste künftig sagen, dass ein Besuch im Dom zu Magdeburg künftig immer mit einem Abstecher in das Dommuseum verbunden werden sollte?

Diese Fragen beschäftigen viele unserer Vereinsmitglieder schon seit Längerem. Und so waren wir sehr erfreut, dass noch vor den Weihnachtstagen 2017 eine gemeinsame Informationsveranstaltung für die Mitglieder unseres Fördervereins und des Museumsfördervereins (des Kulturhistorischen Museums Magdeburg) im Kaiser-Otto-Saal des KHM stattfinden konnte. Zunächst informierten Frau Dr. Köster, Dr. Claus-Peter Hasse, Dr. Ulrike Theisen und weitere Mitarbeiter über die geplante Gestaltung des Dommuseums, die drei Hauptabteilungen der Ausstellungen und Besonderheiten wie die Museumspädagogik. Anschließend machten sich die etwa 160 anwesenden Mitglieder beider Vereine auf den Weg vom KHM hinüber zum künftigen Dommuseum. Für viele Vereinsmitglieder war es der erste Besuch in den künftigen Museumsräumen. Ein rundum gelungenerAbend!


23. November 2017 – 18 Uhr
Volkshochschule Magdeburg, Leibnizstraße 23

„Grabungen in Magdeburg abseits des Doms“

Vortrag Dr. Thomas Weber, Anmeldungen und weitere Informationen unter www.vhs.magdeburg.de


9. November 2017 – 18 Uhr
Volkshochschule Magdeburg, Leibnizstraße 23

„Wie verändern die archäologischen Ausgrabungen das Bild des mittelalterlichen Magdeburg?“

Vortrag Rainer Kuhn und Thomas Nawrath, Anmeldungen und weitere Informationen unter www.vhs.magdeburg.de


2. November 2017 – 18 Uhr
Volkshochschule Magdeburg, Leibnizstraße 23

„Das Erzbistum Magdeburg unter den Saliern“

Vortrag von Michael Belitz, Anmeldungen und weitere Informationen unter www.vhs.magdeburg.de


10. Oktober 2017, Einweihung des restaurierten Dom-Lettners

Am 10. Oktober waren auch Mitglieder unseres Vereines eingeladen zur feierlichen Wieder-Einweihung des restaurierten Lettners im Dom. Innerhalb von zweieinhalb Jahren waren nicht nur rund 270.000 Euro an Spenden und Fördergeldern zusammen gekommen sondern sogar die umfassende Restaurierung und komplette Reinigung des etwa 550 Jahre alten Sandsteinbaus zwischen Hohem Chor und Kirchenschiff abgeschlossen. Dafür gebührt dem Domförderverein unter seinem Vorsitzenden Herrn Stehli auch unser herzlicher Dank.

Obwohl unser Förderverein ja primär das künftige Dommuseum im Blick hat, waren wir uns im Frühjahr 2015 schnell einig, dass die Unterstützung der Lettner-Sanierung sich nicht nur mit unseren satzungsgemäßem Vereinszweck deckt sondern auch von uns finanziell unterstützt werden sollte. Deshalb übernahmen wir am 12. Mai 2015 die Patenschaft für einen Stein in der Nähe des Domheiligen Mauritius und für einen zweiten Stein im Bereich des Treppenaufgangs an der Lettner-Ostseite und spendeten 600 Euro für das Projekt.


1.-3. September 2017, Kaiser-Otto-Fest

Auch beim diesjährigen Kaiser-Otto-Fest waren wir wieder mit dabei. Diesmal sogar schon mit einem Stand am Freitag direkt am Dom. Ganz in der Nähe gab es wunderschöne Telemann-Musiken, so dass neben den Besuchern des Mittelalterfestivals auch Freunde Klassischer Musik auf unseren Förderverein aufmerksam wurden.
Am Samstag und Sonntag hatten wir unseren „angestammten“ Platz zwischen Fürstenwall, Remtergang und Bastion Cleve. Dicht umlagert war wieder unsere Sandkiste, an der sich junge Festbesucher als „Nachwuchsarchäologen“ (oder manchmal auch wie Raubgräber…) ausprobieren konnten.
Wieder einmal sicherten rund 30 Vereinsmitglieder die Standbetreuung an den drei Fest-Tagen ab. Auch unser neuer Domkalender 2018, das Video über das Editha-Grab und Handwerkskunst unseres Vereinsmitglieds Claudia Hartung erfreuten sich großer Beliebtheit. Dank allen Spendern und Interessierten!
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch der Volksbank Magdeburg. Einer besonderen Zuwendung der Volksbank verdanken wir unsere neuen Roll-ups, mit denen wir auch bei Freiluftveranstaltungen über unseren Verein und das künftige Dommuseum informieren können., Weitere Informationen unter www.kaiserottofest.de


20.Mai 2017, Vereinsfahrt nach Paderborn

Mittlerweile ist es gute Tradition, dass der Förderverein Magdeburger Dommuseum einmal im Jahr Mitglieder und Freunde einlädt, gemeinsam auf historische Exkursion zu gehen. Im Mai 2017 stand das westfälische Paderborn auf unserem Plan. Im dortigen Diözesanmuseum – gleich neben der Domkirche – lud die Sonderausstellung „Wunder Roms“ ein, dem Sehnsuchtsort und/oder Mythos Rom zu ergründen. Warum zog es Karl den Großen, Otto den Großen und nach ihnen so viele Könige, Fürsten aber auch Künstler, Kirchenmänner oder Rucksacktouristen unserer Tage auf den Weg über die Alpen in die sagenumwobene „Stadt auf den sieben Hügeln“?

In der Ausstellung begegneten uns manche Objekte, die bereits bei der Otto- oder Reichs-Ausstellung in Magdeburg zu sehen waren. Doch es war auch überraschend, wie der Mythos Rom durch die Jahrhunderte lebendig geblieben ist. So war besser zu verstehen, warum die „alten“ Kaiser danach strebten, mit antiken Säulen, Kapitellen, Statuen oder Fliesen, ein Stück Rom in ihre Residenzen und Gotteshäuser diesseits der Alpen zu überführen. Und so überrascht nicht, dass Magdeburg neben Aachen der Ort ist, der die meisten Antiken nördlich der Alpen beherbergt.

Im Anschluss besichtigten wir die Paderborner Domkirche St. Maria, St. Liborius und Kilian, die im 13. Jahrhundert errichte wurde, aber Vorgängerbauten aus karolingischer und ottonischer Zeit hat. An diese Epoche erinnern auch das Museum der Kaiserpfalz und die Bartholomäuskapelle, die um das Jahr 1000 von byzantinischen Bauleuten errichtet wurden. Nicht nur hier gab es Parallelen zu Magdeburg.


11. März 1017, 10-14 Uhr, Dom zu Magdeburg

Symposium zu 10 Jahren Archäologische Ausgrabungen im Magdeburger Dom

Im Rahmen der archäologischen Forschungsgrabungen 2006-2010 begann das Team um Rainer Kuhn zu Jahresbeginn 2007 mit den ersten Grabungen innerhalb des gotischen Doms. Im Zuge der fast vierjährigen Kampagne wurde aber nicht nur „gebuddelt“, auch wurden die erhaltenen Reste früherer Ausgrabungen im Dom neu vermessen. Dazu zählten auch die sogenannten Pioniergräben im Umfeld des Kaiser-Otto-Grabes sowie die Südostkrypta nahe des Kreuzgangs. Einer der spektakulärsten Funde gelang den Archäologen ebenfalls ohne zu Graben: die Wiederentdeckung des Begräbnisses der Königin Editha.

Einem Teil der dieser Funde und ihrer wissenschaftlichen Auswertung widmete sich am 11. März 2017 das vom Förderverein Magdeburger Dommuseum durchgeführte „Symposium 10 Jahre archäologische Ausgrabungen im Magdeburger Dom“. Vier Mitglieder der Forschergruppe präsentierten vor ungefähr 100 interessierten Zuhörern in populärwissenschaftlichen Vorträgen folgende Themen:
- Rainer Kuhn „Kommende Aufgaben aus Sicht des Archäologie“,
- Prof. Dr. Leonhard Helten „Offene Fragen zu den ottonischen Vorgängerbauten“,
- Thomas Kroll „Das Hochgrab der Königin Editha – Beobachtungen bei Öffnung und Abbau des Grabes“,
- Dr. Heiko Brandl „Otto I., Tagino oder Hunfried – Zeitliche Einordnung der Krypta des Vorgängerbaus“.
Ein anschließender Rundgang mit den Forschern führte durch Querhaus, Chor und Ostkrypta des Doms.


28. Oktober 2016

Besondere Domführungen für Mitglieder und Freunde

Als kleinen Dank für unsere Vereinsmitglieder und manche Freunde des Fördervereins Magdeburger Dommuseum luden wir Ende Oktober zu drei besonderen Führungen ein.
Großer Andrang herrschte bei der Turmführung – die trotz aufziehendem Nebel manch interessante Fern- und Einsichten bot. Den meisten Dombesuchern bisher unbekannt ist der Bischofsgang – also dem Umgang um den Hohen Chor in Höhe der Apostel- und Heiligenfiguren. Auch die archäologische Führung mit Rainer Kuhn (u.a. Südost-Krypta des ottonenzeitlichen Doms) begeisterte viele Gäste. Ein gelungener Abend für Mitglieder und Freunde von Dom und Dommuseum!


2. bis 4. September 2016

Kaiser-Otto-Fest in Magdeburg

Erneut beteiligten wir uns mit einem Infostand am Kaiser-Otto-Fest. Auch diesmal engagierten sich gut 30 Vereinsmitglieder, um unsere Anliegen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Und das überwiegend sonnige Spätsommer-Wetter lockte zahlreiche Besucher auf das Fest und auch zu uns an den Stand.
Als gute Möglichkeit, um Familien anzusprechen, erwies sich auch diesmal unsere große Sandkiste, in der sich so manch kleiner Schatz verbarg. Kinder und Eltern erlebten so „hautnah“, wie mühsam die Arbeit der Archäologen häufig sein kann. So mancher Spenden-Euro füllte hernach unsere „Schatztruhe“. Herzlichen Dank!


21. Mai 2016

Ausflug nach Tilleda und Göllingen

Im Mai machten wir uns mit einem Reisebus auf Spurensuche in Südharz- und Kyffhäuser-Region, ein angestammtes Gebiet der ottonischen Herrscherfamilie im 10. Jahrhundert.
Von Magdeburg aus brachen wir mit etwa 40 Geschichtsinteressierten auf und steuerten die alte Kaiserpfalz Tilleda an. Unterwegs gab Rainer Kuhn bereits erste Einführungen in das Thema. Und vor Ort ließen wir uns vom Direktor des Museums Kaiserpfalz bei strahlendem Sonnenschein führen.
Zum Kaffee kehrten wir in der ehemaligen Domäne Göllingen nahe dem Kyffhäuser ein, wo ein kleines Heimatmuseum über die Geschichte des früheren Benediktinerklosters St. Wigbert informiert. Auch die Klosterruine mit der schönen Krypta und dem erhaltenen 6-eckigen Turm ließen wir uns natürlich nicht entgehen.


9. April 2016

Mitgliederversammlung und Vorstandsneuwahl

Gut zwei Jahre nach der Vereinsgründung zogen die beiden Vorsitzenden und unsere Schatzmeisterin in der Mitgliederversammlung Bilanz – und stellten Überlegungen für die weitere Arbeit des Vereins vor. Neben zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen – besonders die Führungen in der alten Bank und der Infostand beim Kaiser-Otto-Fest – gab es auch diverse Medienbeiträge in Zeitung, Radio und TV.
Museumsdirektorin Frau Dr. Gabriele Köster informierte über den aktuellen Stand der Planungen für das Dommuseum und stellte sich den Fragen und Hinweisen unserer Mitglieder. Auch die Debatte um den künftigen Museumsnamen und der Stadtratsbeschluss gegen „Ottonianum“ nahmen breiten Raum in der Versammlung ein.
Nach der Entlastung des 10-köpfigen Gründungsvorstandes wurde ein neuer Vorstand gewählt. Als 1. Vorsitzender wurde Thomas Nawrath bestätigt, 2. Vorsitzender ist nun Rainer Kuhn, Schatzmeisterin ist Gabriele Eckert. Durch die Wahl von 9 Beisitzern wurde der Vorstand nun auf 12 Personen aufgestockt. Zu Beisitzern wählte die Mitgliederversammlung Nils Assel, Axel Behr, Rene Brüser, Burckhard Dienemann, Helga Fiek, Christine Knabe, Michael Meier, Konstanze Richter und Annette Sohnekind.Der große Erfolg am Tag des offenen Denkmals im September – und zahlreiche Nachfragen von Magdeburger Bürgern und Medienvertretern – ermutigten uns, gemeinsam mit der Wobau noch einmal Führungen in der alten Staatsbank anzubieten.
Trotz winterlich-kaltem Wetter bildete sich Anfang Januar schnell eine lange Schlange. Mancher Besucher wartete bis zu einer Stunde, um die Räume der alten Bank und des künftigen Dommuseums zu besichtigen. Großes Interesse fanden natürlich der Tresorraum und die Kellergeschosse mit ihrem ausgeklügelten Lüftungssystem. Am Ende zählten wir etwa 950 Besucher, die auch mit manchem Spenden-Euro den Förderverein unterstützten.


9. Januar 2016

Fast 1000 Besucher strömen in die alte Bank

Der große Erfolg am Tag des offenen Denkmals im September – und zahlreiche Nachfragen von Magdeburger Bürgern und Medienvertretern – ermutigten uns, gemeinsam mit der Wobau noch einmal Führungen in der alten Staatsbank anzubieten.
Trotz winterlich-kaltem Wetter bildete sich Anfang Januar schnell eine lange Schlange. Mancher Besucher wartete bis zu einer Stunde, um die Räume der alten Bank und des künftigen Dommuseums zu besichtigen. Großes Interesse fanden natürlich der Tresorraum und die Kellergeschosse mit ihrem ausgeklügelten Lüftungssystem. Am Ende zählten wir etwa 950 Besucher, die auch mit manchem Spenden-Euro den Förderverein unterstützten.


Aktuelles Buch

Astrid Elisabeth Kuscher „Eine Stufe - Meine Stufe. Magdeburger Domgeschichten"


Tagebuch

Der Dom braucht ein Museum, um manchen Schatz ans Licht zu bringen. Manch Berichtenswertes gibt es auch im Leben des Fördervereins. Blättern Sie mal im Tagebuch!


Mitmachen!

Sie wollen das künftige Dommuseum mit einer Spende unterstützen? Hier erfahren Sie, wie Sie sich weiterhin einbringen und Mitglied des Fördervereins werden können.


Öffnungszeiten Dom

Mai - September 10 - 18 Uhr
Oktober 10 - 17 Uhr
November - März 10 - 16 Uhr
April 10 - 17 Uhr
An Sonn- und kirchlichen Feiertagen erst ab 11.30 Uhr.


Nachtführungen

In den Monaten September bis April finden alle 14 Tage Nachtführungen durch den Magdeburger Dom statt! Weitere Informationen finden Sie hier: Nachtführungen